Das Leben der heiligen Elisabeth
Elisabeth wurde 1207, überliefert ist der 7. Juli, im ungarischen Sárospatak geboren (Bild 1).
Von Pressburg, dem heutigen Bratislava, Herrschaftssitz der Familie, wurde Elisabeth im Jahre 1211 mit einer königlichen Mitgift auf die 1500 Kilometer lange Reise nach Eisenach geschickt (Bild 2).
Ihre Kinderzeit ab dem Jahre 1211 verbrachte Elisabeth in einer größeren Kinderschar am Hof in Eisenach.
Die Kinder am Hof in Thüringen wuchsen sehr unbeschwert auf. Vor allem erfolgte eine Trennung nach Geschlecht üblicher weise sehr spät. So spielte Elisabeth sehr oft mit Ludwig. Beide waren sich sehr sympathisch und sie verspürten eine starke Zuneigung füreinander. 1218 bekundeten beide ihre Liebe. Elisabeth war gerade 11 und Ludwig 18 Jahre alt. Geheiratet haben sie im Januar 1221 in der Georgenkirche am Markt in Eisenach.
Elisabeth pflegt einen Aussätzigen im Bett ihres Mannes. Als Ludwig hiervon erfährt ist er sehr bestürzt und stürmt ins Schlafgemach. Als er die Bettdecke zurückschlägt findet er jedoch hierunter ein Kreuz (Bild 3).
Zusammen bekamen Ludwig und Elisabeth 3 Kinder. Hermann II. (1222), Sophie (1224) und Gertrud (1227). Bei der Geburt Gertruds war Ludwig bereits tot.
Auch Ludwig war von der Frömmigkeit seiner Zeit geprägt. 1224 gelobte Ludwig die Teilnahme an einem Kreuzzug (Bild 4). Als Ludwig mit seinen Heerscharen zu dem Stauferkaiser Friedrich II., dem Anführer des Kreuzzuges aufbrach, begleitete ihn Elisabeth weit über die Landesgrenzen hinweg. Als der Abschied bevor stand konnten beide nicht voneinander lassen. Beim Einschiffen im Hafen von Brindisi, wo das Schiff nach Palästina fuhr, hatte Ludwig bereits hohes Fieber. Er war nur kurze Zeit auf dem Schiff, als er an einer heimtückischen Infektion verstarb, ohne das gelobte Land jemals gesehen zu haben.
Den Tod ihres Ehemannes empfand Elisabeth so: „Ludwig ist tot. Mit ihm ist die Welt gestorben.“
Das Leben auf der Wartburg wurde für Elisabeth nach Ludwigs Tod unerträglich. So verließ sie diese mit ihren Kindern bei Nacht und Nebel und ohne Hab und Gut (Bild 5).
Elisabeth fühlte sich von Kindheit an hingezogen zu den armen, verwahrlosten Kindern, zu den Bettlern, Obdachlosen, Hilfsbedürftigen und Kranken. Sie war glücklich, wenn sie ihnen Freude bereiten konnte (Bild 6) und verfügte durch die Auszahlung ihres Witwengeldes über ein erhebliches Vermögen, das sie ausschließlich für die Armen ausgab.
Die drei letzten Jahre des kurzen Lebens der heiligen Elisabeth waren eindeutig ihre glücklichsten aber auch ihre anstrengendsten. Sie pflegte die Ärmsten und Elendsten und verrichtete die schmutzigsten und schwersten Arbeiten.
Im November 1231 waren Elisabeths Kräfte aufgezehrt. Sie starb am Morgen des 17. November (Bild 7). Zu Lebzeiten verehrten sie viele, die ihre Barmherzigkeit erfahren hatten. An Elisabeths Grab ereigneten sich wunderbare Heilungen. Viele Pilger kamen nach Marburg, um an Elisabeths Grab zu beten und um Heilung zu bitten.
Am Pfingstsonntag 1233 wurde Elisabeth von Papst Gregor IX. heilig gesprochen. Als offizieller Festtag wurde der 19. November in der Urkunde bestimmt.








