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03.09.2009

Haben Sie Mut - geben Sie dem Krebs keine Chance!

Darmkrebs ist in Deutschland eine häufige Erkrankung mit einer hohen Sterblichkeitsrate. Jährlich erkranken ca. 71.ooo Menschen neu und mehr als 29.ooo sterben durch die Folgen des Darmkrebses.


Darmkrebs ist häufig tödlich!

Somit ist es die zweithäufigste Tumorerkrankung - die Inzidenz steigt. Das Risiko, dass ein durchschnittlicher Mensch in Deutschland im Laufe des Lebens an Darmkrebs erkrankt, beträgt 6%. Ein Tumor im Darm entwickelt sich in neun von zehn Fällen aus gutartigen Adenomen (Polypen), die sich Jahre zuvor im Darm gebildet haben. Die langsame Entwicklung des Darmkrebses dauert durchschnittlich 8-15 Jahre, bis sich aus einem Polypen ein Krebs entwickelt. Kein anderer Tumor gibt so viel Zeit zu handeln.

Die Polypen sind sehr häufig. Bei ca. jedem dritten Patienten, der älter als 50 Jahre ist, werden Polypen gefunden, von denen die meisten s. g. Adenome darstellen und somit zur Vorstufen des Krebses gehören. Über 90% der Karzinome betreffen Menschen, die älter sind als 50 Jahre. Der Häufigkeitsgipfel des Darmkrebses liegt im 56. Lebensjahr.

Eine Dickdarmspiegelung zählt zum Goldstandard der Screeningmethoden bei der Prävention des Darmkrebses und ist seit dem 1.10.2002 im Rahmen der Krebsfrüherkennung als primäre Screeningmethode vorgesehen.

Bei der Koloskopie wird der gesamte Dickdarm (bei Bedarf auch das letzte Stück des Dünndarmes) genau inspiziert und begutachtet. Dabei können auch die kleinsten Veränderungen (u. a. Polypen) entdeckt und lokalisiert werden. Falls bei einer Untersuchung Polypen entdeckt werden, erfolgt sofort eine Entfernung (Polypektomie).
Der Bennefit der Koloskopie beruht auf einem Denkpfad:


?Wenn die Vorstadien (Polypen) entfernt werden, dann kann sich kein Endstadium (Tumor) entwickeln?!
Dieses wird durch zahlreiche Studien belegt.

Darmkrebs kann verhindert werden!

Mit der Koloskopie und Polypektomie kann das Risiko, dass der Untersuchte an einem Darm-krebs erkrankt, bis zu 90% reduziert werden.

Darmspiegelung ist schmerzfrei!

Die Dickdarmspiegelung erfolgt unter einer leichten ?Narkose?, das heißt der Patient schläft dabei und hat keine Schmerzen.

Vorbereitung = nur 2 Liter ?Reinigungslösung? trinken!
Der einzige ?unangenehme? Teil der Untersuchung ist die Vorbereitung. Um alle (auch die kleinsten Veränderungen) zu entdecken, muss der Darm gut gereinigt werden. Dafür muss der Patient i.d.R. mit 2 Litern Trinklösung, z.B. mit Zitronengeschmack, den Darm gut reinigen oder, falls der Patient keine Trinklösung verträgt, alternativ ein Abführmittel einnehmen. Die ?alten? Vorurteile, dass eine Vorbereitung das Austrinken von 4-5 Litern schrecklich schmeckender Lösung erfordert, sind nur noch alte Mythen, die glücklicherweise mit der heutigen Realität nichts zu tun haben. Für jeden Patienten kann eine individuelle und gut verträgliche Vorbereitungsmethode gefunden werden.
Die Untersuchung wird ausschließlich von dafür zugelassenen Spezialisten (meistens Kolo-Proktologen/Chirurgen, Gastroenterologen/Internisten) durchgeführt, die sowohl über eine entsprechende Ausbildung und Erfahrung, als auch über die nötigen Apparaturen verfügen müssen.

Haben Sie Mut ? geben Sie dem Krebs keine Chance!

 

Verfasser:
Dr. J. Marek Doniec
Praxis für Endoskopie und Proktologie
Belegarzt im Sankt Elisabeth Krankenhaus in Kiel
Prüner Gang 15
24103 Kiel