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08.08.2011

Schulterchirurgie in Kiel: Vielfältige Behandlungsmethoden für ein sensibles Gelenk

Das Schultergelenk ist eines der am häufigsten betroffenen Gelenke, wenn es um orthopädische oder unfallchirugische Probleme geht. Patienten erletzen sich durch direktes Anpralltrauma oder durch Abfangbewegungen (z .B. Sturz vom Fahrrad oder Abwehren mit den Händen bei drohendem Sturz etc.). Dadurch werden teilweise wichtige funktionelle Strukturen in Mitleidenschaft gezogen.


Wenn nach so einem Ereignis plötzlich die Schulterfunktion deutlich eingeschränkt und/oder schmerzhaft ist, sollte ein Fachmann aufgesucht werden.Denn nur durch die genaue klinische sowie eine Ultraschalluntersuchung und gegebenenfalls weitere bildgebende Verfahren kann die Ursache für den Funktionsverlust festgestellt werden. Die degenerativ eventuell schon veränderten Muskeln und Sehnen der sogenannten Rotatorenmanschette sind vor allem bei über 50-60-Jährigen nach Stürzen geschädigt. Manchmal aber reicht bereits ein Bagatell-Ereignis aus, um die Beschwerdesymptomatik ins Rollen zu bringen. Und dann kommt meist noch eine den Patienten sehr belastende Symptomatik hinzu: der Nachtschmerz, teilweise den gesamten Arm betreffend. Sofern die konservativen Therapiemethoden nicht zur gewünschten Beschwerdefreiheit oder zumindest Reduktion geführt haben, kommen die operativen Methoden zur Anwendung.

Und hier hat sich in den letzten 15-20 Jahren die Schulterarthroskopie durchgesetzt. Heute können die meisten operativen Eingriffe mit Hilfe dieser minimal invasiven Methode durchgeführt werden. So können die meisten Einrisse an der Rotatorenmanschette arthroskopisch genäht werden. Kleinere Eingriffe wie Sehnenglättung, Kalkdepot- oder Schleimbeutelentfernung oder das Abtragen von einengenden Knochenspornen am Schulterdach natürlich auch. Die Liste ließe sich noch beliebig fortsetzen. Auch Stabilisierungsoperationen am Schultergelenk werden durchgeführt. Die Schulter ist am menschlichen Körper jenes Gelenk, das am häufigsten luxiert, also ausgerenkt ist. Mit Hilfe moderner Ankersysteme können heutzutage sehr viele Arten von Schulterinstabilitäten narthroskopisch stabilisiert werden. All diese Entwicklungen können aber die klassische offene Schulterchirurgie nicht vollständig ersetzen. So werden Sehnentransfers bei großen Sehnendefekten der Rotatorenmanschette weiterhin in offener Technik durchgeführt. Genauso gibt es weiterhin bewährte offene Stabilisierungsoperationen. Auch der Ersatz des fortgeschritten arthrotischen Schultergelenkes wird angeboten. Die Palette reicht hier vom kleinen Teilgelenkersatz, der sogenannten Kappenprothese, bis zur Vollprothese. Je nach Krankheitsbild und Grad des Verschleißes wird hier individuell gearbeitet.

Dr. Ralph Wischatta, der aus Innsbruck/ Österreich stammt, hat auch dort seine Ausbildung zum Facharzt an der Universitätsklinik für Unfallchirurgie absolviert. Er war Mitglied des schulterchirurgischen Teams und hat von europaweit anerkannten Spezialisten seit 1994 das Handwerk der gesamten Schulterchirurgie erlernt. Seit 2001 in Kiel, hat er sich durchgehend mit dem Gebiet der Schulterchirurgie befasst. Er bietet heute als niedergelassener Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie im MARE Klinikum und als Belegarzt am Sankt Elisabeth Krankenhaus das gesamte Spektrum der Schulterchirurgie an.