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27.07.2012

Technischer Leiter des Sankt Elisabeth Krankenhauses ist Deutschlands oberster Krankenhaus-Techniker

Am 1. Januar 2012 wurde das Sankt Elisabeth Krankenhaus von der LUBINUS-Stiftung in Kiel übernommen, die bisher allein das LUBINUS Clinicum betrieb. Der dort tätige technische Leiter, Horst Träger wurde somit auch technischer Leiter des Sankt Elisabeth Krankenhauses. Horst Träger engagiert sich seit langem innerhalb seines Berufsverbandes, der Fachvereinigung für Krankenhaustechnik (FKT) und ist seit langem bereits Vorsitzender des Landesverbandes Schleswig-Holstein. Auf der diesjährigen Bundestagung im Juni 2012 in Würzburg wurde Horst Träger nun als oberster Krankenhaustechniker zum Präsidenten des Bundesverbandes gewählt. Nachfolgend ein Redaktionsbeitrag aus der FKT-Verbandszeitschrift kma.


Die Jahreshauptversammlung der Fachvereinigung Krankenhaustechnik (FKT) hat den Kieler Horst Träger zu deren neuem Präsidenten gewählt. Der 51-Jährige tritt damit die Nachfolge von Reinfried Sure an, der nach 20 Jahren an der Spitze der FKT aus Altersgründen nicht mehr für dieses Amt kandidierte. Sure habe in seiner Ära große Fußstapfen hinterlassen, sagte Träger bei seiner Antrittsrede auf der FKT-Versammlung im Juni in Würzburg. Sein Licht unter den Scheffel zu stellen braucht Träger deswegen freilich nicht. Seit vielen Jahren schon gehört er zu den führenden Figuren der Krankenhaustechnik in Deutschland. Seit zehn Jahren ist er bei der FKT Vorstandsmitglied und Leiter der Regionalgruppe Schleswig-Holstein. Der Elektrotechniker ist Technischer Leiter an den beiden Krankenhäusern der privaten Lubinus Stiftung in Kiel - dem Lubinus Clinicum und dem Sankt Elisabeth Krankenhaus. 

 

Reinfried Sure habe in seiner Ära große Fußstapfen hinterlassen, betonte Träger in seiner Antrittsrede. Meist klappte es nicht, wenn man in diesen weiterlaufen möchte. Natürlich sei der Weg vorgegeben, aber auch breit. Träger möchte hier seine eigene Ideallinie finden. Sein vorrangiges Ziel ist es, möglichst viele der knapp 1300 Verbandsmitglieder in die Aktivitäten der Fachvereinigung einzubinden, sie abzuholen, mitzunehmen und ihnen über das umfassende Fortbildungsprogramm der Fachvereinigung hinaus wertvolle Werkzeuge für ihre Arbeit zu bieten: Anhaltszahlen und Richtwerte, die der Technische Leiter braucht, wenn er unter Rechtfertigungsdruck gerät beispielsweise, Rechtsberatung und eine ganz gezielte berufsständische Vertretung sollen dazugehören.

 

Fortbildung und Nachwuchsförderung

Zum Fortbildungsangebot der FKT werden neben den gewohnten technischen Inhalten künftig, auch sogenannte Soft Skills gehören - Methoden, die beim Technischen Leiter helfen, sich in seinem Haus zu positionieren und seine Anliegen ihrer Bedeutung entsprechend zu vertreten. Ein weiteres sehr wichtiges Thema der kommenden Jahre wird darüber hinaus das Gewinnen und Fördern technischer Nachwuchskräfte für das Krankenhaus sein. Junge Menschen für diesen Beruf zu begeistern und Absolventen von Anfang an in die FKT zu integrieren, ist dem neuen FKT-Premier so wichtig, dass er dafür ein eigenes Referat schaffen möchte. Die Bundesfachtagung wird, wenn es Träger gelingt, seine erdachte Ideallinie zu beschreiten, wieder jährlich stattfinden. Nach Möglichkeit als Gemeinschaftsveranstaltung mehrerer Verbände und der FKT, Organisationen, die sich mit ihren spezifischen Kenntnissen bei der Ausgestaltung einer inhaltlich starken Fortbildungsveranstaltung optimal ergänzen könnten. Vor allem Erfahrungen von Kollegen für Kollegen sollen hier verstärkt vermittelt werden.

 

Etwas zurückgeben

Träger hat sich Einiges vorgenommen. Der 51-jährige Kieler möchte damit etwas von dem zurückgeben, was er in seinen beruflichen Anfängen in der FKT bekommen und erfahren hat: Nicht nur sehr viel Wissen und Erfahrungswerte, sondern auch das Gefühl gut aufgehoben zu sein, für alle wichtigen Fragen Ansprechpartner zu haben und dabei auch noch Freunde und Gleichgesinnte zu finden. Das soll für alle FKT-Mitglieder, egal ob sie neu ins Technische Management eines Krankenhauses einsteigen oder schon länger dabei sind, auch in Zukunft so bleiben, meint Träger. Er engagiert sich deshalb bereits seit mehr als 10 Jahren als Regionalgruppenleiter in Schleswig-Holstein und ist seit sechs Jahren darüber hinaus Schatzmeister der FKT. Da sich auf der Jahreshauptversammlung niemand für dieses Amt zur Verfügung stellte, wird Träger bis zu nächsten Jahreshauptversammlung zusätzlich zu seiner Präsidentschaft auch die Finanzen der FKT weiterführen.

 

Mit der FKT seit vielen Jahren verbunden sind auch wir von kma. Seit der ersten Ausgabe, also seit Sommer 1996, ist unser Magazin zugleich Verbandsorgan der FKT. Deshalb ein besonders herzlicher Glückwunsch an den neuen Präsidenten aus der Redaktion und dem Georg Thieme Verlag. 

Quelle:
kma, Juli 2012