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Die Entstehung der Asepsis

Prof. Dr. Gustav Neuber (1850-1932), Erfinder der Asepsis
Prof. Dr. Gustav Neuber (1850-1932)

Das Haus am Königsweg 8 hat eine lange Tradition als Krankenhaus. 1885 kaufte der Oberarzt von Professor Esmarch in der chirurgischen Universitätsklinik zu Kiel, Professor Doktor Gustav Neuber, das Wohnhaus im Königsweg 8 und baute es zu einer Klinik um.

Neuber war sehr unzufrieden mit den damaligen Operationserfolgen, auch an seinem Arbeitsplatz in der Universitätsklinik. Zu seiner Zeit starben viele Menschen an den Folgen der Operation, meist durch Infektionen.

Professor Neuber verwirklichte in seiner Privatklinik durch Baumaßnahmen hygienische Grundsätze, die er größtenteils selbst entwickelte und die heute noch als bahnbrechend gelten. Während man vorher versucht hatte, die Keime im Operationsfeld mit dem Lister'schen Karbolspray abzutöten, war es Neubers Idee, Vorkehrungen zu treffen, diese Keime gar nicht erst in die Operationswunde hineingelangen zu lassen.

Bis dahin waren, entsprechend der Mode der Zeit, Plüschgardinen mit Troddeln und andere Staubfänger in Operationssälen die Regel. Neuber leitete das große Umdenken auf diesem Gebiet ein und lieferte gleich ein erstes Beispiel praktischer Durchführbarkeit. Nicht zu Unrecht wird Neuber als Schöpfer der Asepsis und Erbauer „dieser ersten nach aseptischen Grundsätzen erbauten Klinik der Welt“ bezeichent.

Gedenktafel für Prof. Dr. Gustav Neuber, Schöpfer der Asepsis
Gedenktafel für Prof. Dr. Gustav Neuber, Schöpfer der Asepsis

Das Sankt Elisabeth Krankenhaus in Kiel wurde am 1. April 1958 gegründet. Die Schwestern übernahmen damals die Klinik Dr. Rehr und bauten sie zu einem Belegkrankenhaus mit 60 Betten aus.

Der Grundstein für die aseptische Operation und Behandlung wurde für die ganze Welt in Kiel, Königsweg 8 gelegt.