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Ambulantes Schlafzentrum am Sankt Elisabeth Krankenhaus in Kiel

Das Schlaflabor am Sankt Elisabeth Krankenhaus Kiel

Seit einiger Zeit verfügt das Sankt Elisabeth Krankenhaus in Kiel über ein Schlaflabor. Die unmittelbare Nähe zu einem Krankenhaus hat auch für die Patienten Vorteile, insbesondere für ihre Sicherheit und den Komfort (Betreuung, Frühstück und weiteres). 

Schlafstörungen

Für viele Menschen gehören Schlafstörungen zum Alltag. Tagesmüdigkeit, verminderte Leistungsfähigkeit, Gedächtnisstörungen, Antriebslosigkeit bis hin zur Depression sind die Folgen. Für viele Volkskrankheiten, wie Hypertonie oder Schlaganfall zeigen neue Studien einen kausalen Zusammenhang zu Atmungsstörungen im Schlaf. Rund 30 Prozent der 50- bis 80-Jährigen klagen über Schlafstörungen. Betroffene halten deshalb oft tagsüber ein Nickerchen. Häufig ist auch der Griff zur Schlaftablette. Das führt langfristig zur Gewöhnung bis hin zur Abhängigkeit. Die Ursachen der Schlafstörungen müssen gefunden und behandelt werden, was gegenwärtig noch zu selten geschieht. Patienten mit chronischen Schlafstörungen sollten einen Schlafmediziner aufsuchen.

  • Ursachen für Schlafstörungen

    Manchmal lassen sich externe Ursachen finden und beseitigen. Mangelnder Schlafrhythmus, psychische Störfaktoren, zu viel oder zu wenig körperliche Aktivität sind von Bedeutung. Die Schlafapnoe (Atemaussetzer im Schlaf durch Verlegung der oberen Atemwege) stellt einen bisher noch zu häufig übersehenen Risikofaktor für arterielle Hypertonie, Arrhythmien und Herzinsuffizienz dar. Die Erkennung und Therapie nächtlicher Apnoen spielt auch in der Primär- und Sekundärprävention von Schlaganfällen eine wesentliche Rolle. Die Atempausen sind in der Regel mit Arousals (partiellen Weckreaktionen) verbunden, die vom Patienten unbemerkt bleiben, da sie meistens nicht zum Erwachen führen. Auch ein so genanntes obstruktives Schnarchen (lautes, unregelmäßiges Schnarchen), sowie Beinbewegungen im Schlaf können zu Arousals führen. In der Folge finden sich oft eine zunehmende Tagesmüdigkeit mit Einschlafneigung in Ruhephasen sowie ein erhöhtes Unfallrisiko.

  • Therapieschwerpunkte im Schlaflabor

    • Erhöhte Tagesmüdigkeit
    • Schnarchen
    • Nächtliche Atempausen (Schlafapnoe)
    • Unruhige Beine (Restless legs Syndrom)
    • Ein- und Durchschlafstörungen (Insomnie)
    • Einleitung nächtlicher Beatmungstherapie
Anamnese zu Hause

Durch eine gezielte Anamnese, klinische Untersuchung, standardisierte Fragebögen, Untersuchungen zu Hause mittels eines portablen Gerätes (Polygraphie) lässt sich die Ursache der Schlafstörung häufig herausfinden. Sofern die Diagnose nicht zu stellen ist, erfolgt die weitere Diagnostik im Schlaflabor (Polysomnographie).

Diagnostik im Schlaflabor

Die ambulante Polysomnographie ist mit dem EBM 2000+ möglich geworden und wird im ambulanten Schlafzentrum am Sankt Elisabeth Krankenhaus in Kiel mit den gleichen Qualitätsstandards angeboten, die bisher für das Verfahren in Kliniken galt. Die Behandlung einer Schlafapnoe durch Einleitung einer nächtlichen CPAP-Therapie (continuous positive airway pressure) erfolgt polysomnographisch in Anwesenheit eines erfahrenen Schlafmediziners.

Ablauf einer Untersuchung im Schlaflabor

Der Patient kommt zum Schlafen ins Schlaflabor, erhält nach der Untersuchung am Morgen ein Frühstück und kann seinen gewohnten Tagesablauf wahrnehmen. Eine stationäre Einweisung ist nicht erforderlich, AU-Zeiten werden vermieden und die Anreise in eine stadtferne Klinik entfällt. Die erforderlichen Voruntersuchungen können im Schlafzentrum oder in zuweisenden Praxen durchgeführt werden, außerdem besteht eine enge Kooperation zu anderen Fachrichtungen (u.a. HNO, Neurologie, Psychiatrie, Psychologie, Zahnmedizin und Hausärzten). Weitere Kooperationspartner aus allen Fachgebieten sind willkommen. In Zusammenarbeit mit zuweisenden Haus- und Fachärzten wird die Weiterbehandlung abgestimmt. Patienten haben bei Fragen zu den Therapiegeräten, Masken und deren Anpassung, sowie für die Gerätewartung einen festen Ansprechpartner durch die Einrichtung eines eigenen Medical Service Point im Sankt Elisabeth Krankenhaus, in dem Fachpersonal zur Verfügung steht.

Öffnet internen Link im aktuellen FensterDr. med. Ellen Rudow
Fachärztin für Innere Medizin, Pneumologie, Schlafmedizin, Allergologie

Öffnet internen Link im aktuellen FensterPriv.-Doz. Dr. med. habil. Roland Wenzelburger
Neurologie, Spezielle Schmerztherapie, Schlafmedizin, Geriatrie im Gebiet Neurologie
Privatdozent der Christian-Albrechts-Universität Kiel


Anmeldung im Schlaflabor unter 0431 - 200 70 992

Fax: 0431 200 70 994

oder unter: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.schlaflabor-kiel.de