Sie befinden sich hier: Aktuelles
31.07.2009

Leistenbruch-OP dank innovativer Technik mit weniger Schmerzen

OP ohne Narben im Sankt Elisabeth Krankenhaus Kiel: Leistenbruch-OP dank innovativer Technik mit weniger Schmerzen, kürzerem Krankenhausaufenthalt, schnellerer Belastbarkeit und ohne Narben Das Sankt Elisabeth Krankenhaus in Kiel bietet Patienten mit einem Leistenbruch (auch Leistenhernie genannt) besonderen Komfort.


Dank innovativer OP-Technik und neu entwickelten Instrumenten, trägt der Patient nicht nur keine kosmetisch relevanten Narben davon, sondern vor allem erheblich geringer ausfallende postoperative Schmerzen, sowie eine schnellere Genesung und Belastbarkeit als bei anderen OP-Techniken. Dr. Martin Glaubitz, chirurgischer Belegarzt des Sankt Elisabeth Krankenhaus, ist dabei einer von nur zwei Chirurgen, die dieses Verfahren in Hamburg (Dr. Henning Niebuhr) und Schleswig-Holstein bei einer Leistenhernie anbieten.

Die Leistenbruch-OP gehört mit 200.000 jährlich durchgeführten Indikationen zu den häufigsten in Deutschland. Bei einem Leistenbruch handelt es sich um ein Loch im Bindegewebe an einer Schwachstelle der Bauchwand, durch das sich Eingeweide wie Dünndarmschlingen hindurchzwängen und in den Leistenkanal drücken. Hierdurch kann sich eine sicht- und tastbare Vorstülpung bilden. Häufig bemerken Betroffene erst durch diese Beule den Bruch, da er nicht zwingend schmerzhaft ist. Schmerzen entstehen oft erst wenn Nerven oder Darmanteile eingeklemmt sind.
Eine Leistenhernie tritt bei Erwachsenen bedingt durch den Körperbau verstärktbei Männern auf und kann z. B. durch schweres Tragen, starken Husten oder beim starken Pressen während des Stuhlgangs hervorgerufen werden. Der Bruchinhalt tritt hier direkt durch die geschwächte Bauchmuskulatur an der Hinterwand des Leistenkanals aus. Eine Operation ist dabei unumgänglich, denn ein solcher Bruch heilt niemals von allein. Das Loch kann sich vergrößern, ggf. eine Darmschlinge oä. einklemmen und so zu einer Bauchfellentzündung oder schlimmstenfalls zum Darmverschluss führen.

Die von Dr. Martin Glaubitz im Sankt Elisabeth Krankenhaus Kiel angewandte sogenannte TAPP-Technik (transabdominale präperitoneale Netzimplantation) wird endoskopisch (häufig auch als Schlüssellochtechnik oder minimal invasive Hernienreparation bezeichnet) vorgenommen. Es werden drei kleine Schnitte gesetzt. Ein Schnitt direkt im Bereich der Nabelgrube von etwa 1 cm Größe. Die Bauchhöhle wird mittels Kohlendioxid aufgeblasen, sodass sich die Bauchdecke, mit Hilfe des sogenannten ?Kuppelphänomens?, von den Innereien abhebt. Anschließend wird eine Kamera in die Bauchhöhle eingeführt und dann zwei weitere, wenige Millimeter kleine, Schnitte im Bereich rechts und links des Nabels gesetzt, um Trokarröhrchen einzuführen über die wiederum die notwenigen Instrumente eingeführt werden. Mit Hilfe dieser Schnitte und der Kamera lässt sich nun der Bruch von innen operieren. Zwischen Bauchfell und unterster Muskelschicht (Leistenkanalhinterwand) wird ein biologisch verträgliches Kunststoffnetz eingelegt, wodurch ein spannungsfreies Stabilisieren des Leistenkanals erreicht wird. Der wesentliche Vorteil bei dieser Versorgung der Leistenhernie besteht im Verschluss des Leistenkanaleingangs.

Wurden für diese OP meist 5 mm Instrumente verwandt, stehen nun neu entwickelte 2 mm keramikverstärkte AlphaDur-Instrumente zur Verfügung, die von Dr. Glaubitz eingesetzt werden. Die Verletzungen der Haut sind damit nur noch winzig klein und kosmetisch anschließend kaum noch zu erkennen. Doch es fallen nicht nur die ungern gesehenen Narben weg. Die postoperativen Beschwerden werden mit dieser Methode deutlich reduziert, die meisten Patienten sprechen nur noch von einem Gefühl des Muskelkaters, somit fällt auch der postoperative Verbrauch an Schmerzmedikamenten geringer aus. Zudem lässt sich bei der Verwendung der 2 mm AlphaDur-Instrumente im Vergleich zu den 5 mm Instrumenten eine deutlich geringere postoperative Nervenirritation nachweisen, wie eine vergleichende Studie von Dr. Niebuhr (Hamburg) zeigt, die auf dem diesjährigen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie vorgestellt wurde. Geringere Nervenirritationen bedeutet dabei ein geringeres Trauma beim Patienten und damit mehr Komfort für diesen.

?Als Chirurg ist man stets an neuen, innovativen OP-Techniken interessiert aber das Besondere an diesem Verfahren ist, dass sich nicht nur Vorteile bei der Behebung des medizinischen Problems ergeben, sondern vor allem der Patientenkomfort verbessert wird. Narben sind stets unschöne Erinnerungen und gehören mit der von uns angewandten Technik der Vergangenheit an, genau wie in der Regel starke Schmerzen, ein langer Krankenhauaufenthalt oder eine lange Arbeitsunfähigkeit,? sagt Dr. Martin Glaubitz. ?Denn im Allgemeinen sind Patienten bei dieser Operationstechnik innerhalb weniger Tage wieder in ihrem normalen Tages- und Arbeitsablauf tätig. Der Leistenbruch ist sofort stabil und voll belastbar versorgt. Aber dennoch empfehlen wir eine körperliche Schonung für etwa 7-10 Tage,? fügt er hinzu. 

Kritiker sogenannter Netztechniken, wie auch die Beschriebene eine ist, führten lange Zeit eine Gefahr durch das Einbringen von Kunststoffmaterial (Netz) an. ?Diese Bedenken gegen die Implantation von Kunststoffnetzen sind aufgrund aktuellen wissenschaftlichen Daten nicht mehr haltbar. Die modernen Netze, die heute zur Stabilisierung eines Leisten- oder Bauchdeckenbruchs eingesetzt werden, bestehen aus den gleichen Materialien, mit denen auf herkömmliche Art und Weise sonst auch genäht werden würde,? erklärt Dr. Martin Glaubitz. Im Allgemeinen handelt es sich um Kunststoffmaterialien sowie um Polypropylen (Teile des Netzes lassen sich durch den Körper wieder auflösen). Im Heilungsverlauf wird in das Netzgewebe Narbengewebe eingeflochten, sodass das Netz sich auch anschließend nicht mehr verschieben kann. Die Netze der neusten Generation, die von Dr. Glaubitz ausschließlich verwandt werden, besitzen eine leicht über der Bauchdecke liegende Reißfestigkeit mit annähernd den gleichen Dehnungseigenschaften wie die Bauchdecke.

Über Dr. Martin Glaubitz:

Dr. med. Martin Glaubitz ist sowohl als Belegarzt im Sankt Elisabeth Krankenhaus in Kiel, als auch als niedergelassener Chirurg in einer Gemeinschaftspraxis in Neumünster aktiv.Die operative Versorgung von Leistenbrüchen (Leistenhernien), Bauchdeckenbrüchen (Hernien) und Narbenbrüchen (Nabenhernien) ist Schwerpunkttätigkeit von Herrn Dr. Glaubitz, der Mitglied der Deutschen Herniengesellschaft ist. In seiner Praxis bzw. im Rahmen seiner belegärztlichen Tätigkeit führt er etwa 200 ? 250 Hernienoperationen pro Jahr durch. In der Regel wird dabei die Stabilisierung eines Leisten-, Bauchdecken- oder eines Narbenbruches in Schlüssellochtechnik durchgeführt, um dem Patienten größtmöglichen Komfort zu bieten.

Kontakt:
Dr. med. Martin Glaubitz
Lindenstraße 36a24539
Neumünster
Tel.: 0 43 21 - 81 288
Fax: 0 43 21 - 81 337

www.neumuenster-chirurgie.de

Sprechstunde in Kiel:
Ärzte im Königsweg (Ärztehaus des Sankt Elisabeth Krankenhaus)
Königsweg 14
24103 Kiel

Über das Sankt Elisabeth Krankenhaus Kiel:
1885 kaufte Prof. Dr. Gustav Neuber ein Wohnhaus und baute es zu einer Privatklinik um. Damit hat Prof. Neuber, der als Schöpfer der Asepsis (Keimfreiheit) gilt, im Gebäude des jetzigen Sankt Elisabeth Krankenhauses in Kiel die erste aseptische Klinik der Welt errichtet. 1958 übernahmen die Schwestern von der heiligen Elisabeth das Gebäude und bauten die ?Klinik Dr. Rehr?, wie es zu diesem Zeitpunkt hieß, zu einem Belegkrankenhaus mit 60 Betten aus. Durch Erweiterungen und dem Bau eines Ärztehauses im Jahre 1967 präsentiert es sich heute als Krankenhaus und Gesundheitszentrum mit einem großen botanischen Garten mitten im Herzen Kiels. Für die stationäre und ambulante Versorgung stehen 4 hochmoderne OP-Säle, sowie fast 100 Betten zur Verfügung. Der Aufenthalt eines jeden Patienten richtet sich nach der medizinischen Notwendigkeit. Die Zusammenarbeit mit ausschließlich Belegärzten gewährleistet die Betreuung durch ein- und denselben Arzt vor, während und nach dem stationären Aufenthalt. Vor der Krankenhausbehandlung haben Patienten die Möglichkeit die Sprechstunde zu besuchen sowie Anästhesieärzte, Pflege- und Servicepersonen kennenzulernen. Das Ergebnis ist eine hohe Qualität aller Leistungen, die im Sankt Elisabeth Krankenhaus erbracht werden. Denn der Patientenkomfort steht hier neben der bestmöglichen medizinischen Versorgung im Vordergrund, so werden zusätzlich diverse Wahlleistungen, wie Ein- und Zweibettzimmer, Internetzugang etc. geboten, und großen Wert auf eine gute Küche gelegt.

 


Kontakt:
Sankt Elisabeth Krankenhaus
Jürgen Marx, Kaufmännischer Direktor
Königsweg 8
24103 Kiel
Tel.: 0 431 - 66 03 0
Fax: 0 431 - 66 03 409
Marx@sek-kiel.de
www.sek-kiel.de


Pressekontakt für Fragen oder Interviewwünsche:
PR KONSTANT
Nadine Heinen
Peter-Berten-Str. 37
41334 Nettetal
Tel.: 0 21 53 - 910 850
Fax: 0 21 53 - 952 875
nadine@konstant.de
www.konstant.de