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22.07.2011

Sankt Elisabeth und Lubinus: Gemeinsame Zukunft

Das renommierte Sankt Elisabeth Krankenhaus im Königsweg soll zum 1. Januar 2012 unter das Dach der Lubinus-Stiftung wechseln. Dieses Vorhaben wurde den Mitarbeitern und Belegärzten an beiden Standorten am 29.Juni 2011 von den Vorständen der Lubinus-Stiftung, Dr. Philipp Lubinus sowie dem Geschäftsführer der Katholischen Wohltätigkeitsanstalt (KWA), Herrn Stephan Schwarte, vorgestellt.


Die Lubinus-Stiftung wird damit nicht nur um einen weiteren Standort in der Kieler Innenstadt erweitert, sondern auch um die neuen Fachrichtungen Urologie und Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie.

Sowohl das Lubinus Clinicum als auch das Sankt Elisabeth Krankenhaus sind in den Krankenhausplan des Landes Schleswig-Holstein mit den Fachabteilungen Chirurgie und Orthopädie aufgenommen und weisen eine große Schnittmenge in ihrem Leistungsspektrum auf. Zukünftig werden beide Häuser mit zusammen fast 100 Chirurgen, Orthopäden und Unfallchirurgen unter dem Dach der Lubinus-Stiftung ihren Schwerpunkt, die Behandlung von Erkrankungen und Verletzungen des Muskel-Skelett-Apparates, durch die verbesserte ambulante und stationäre Vernetzung ergänzen und ausbauen können. Vorstand Dr. Philipp Lubinus sagte dazu: „Damit entsteht der größte Anbieter für orthopädische und unfallchirurgische Leistungen in Schleswig-Holstein.“

Mit dem Zusammenschluss beider Häuser schließt sich ein Kreis, der vor über 125 Jahren begonnen hat. Die Gründer beider Kliniken, Gustav Adolf Neuber und Johann Herman Lubinus, waren beide Schüler des Kieler Chirurgen Friedrich v. Esmarch und kannten und unterstützten sich gegenseitig. Nachdem Neuber 1885 das weltweit erste Krankenhaus nach aseptischen Grundsätzen gegründet hatte, arbeitete Lubinus für einige Zeit als Assistent bei Neuber, bevor er 1895 die Klinik Lubinus als Anstalt für Heilgymnastik, Orthopädie mit Massage und medico-mechanisches Zanderinstitut ins Leben rief. Dabei wiederum trat Neuber als Investor auf und unterstützte Lubinus neben anderen Kieler Ärzten mit einer Einlage von 3.000 Mark. Diese wurde allerdings bereits nach wenigen Jahren zurückgezahlt.

Danach jedoch entwickelten sich die Geschicke beider Häuser auf unterschiedliche Weise. Die Neubersche Klinik wurde 1920 auf den Chirurgen Dr. Carl Rehr übertragen und schließlich 1958 von der KWA übernommen, die das Sankt Elisabeth Krankenhaus vor 53 Jahren gründete. Dabei wurde sie in ein Belegkrankenhaus umgewandelt, verließ aber nie ihren ursprünglichen Standort im Königsweg. Am Sankt Elisabeth Krankenhaus wurde 1967 das erste Ärztehaus an einem Krankenhaus in Deutschland errichtet, das gerade grundlegend saniert wird und das Angebot von Gesundheitsleistungen mit Arztpraxen, Diagnostik und Therapie sowie einem Schlaflabor im Königsweg abrundet. Die Klinik Lubinus blieb dagegen immer in den Händen der Familie Lubinus, wechselte aber 1984 den Standort von der Brunswiker Strasse in den Neubau am Steenbeker Weg und entwickelte sich zu einem modernen Fachkrankenhaus für orthopädische Chirurgie. Das 1999 gegründete Ärztehaus wurde 2005 als erstes krankenhausgestütztes Medizinisches Versorgungszentrum Norddeutschlands zugelassen.

Nachdem vier Arztgenerationen Lubinus die Geschicke des nunmehrigen Lubinus Clinicums geleitet hatten, entschloss sich die Familie Lubinus, das Clinicum zum 1. Januar 2010 in die neu gegründete gemeinnützige Lubinus-Stiftung einzubringen, um damit die dauerhafte Eigenständigkeit des Unternehmens zu sichern und zukunftsfähig gestalten zu können. Der Erfolg dieser Maßnahme blieb nicht lange aus. Der Zusammenschluss erfolgt in Form einer Zustiftung. Jetzt freuen wir uns, die Lubinus-Stiftung um dieses erfolgreiche und in Kiel und Umgebung bestens etablierte Krankenhaus erweitern zu können.“

„Die Katholische Wohltätigkeitsanstalt“, erklärte Geschäftsführer Stephan Schwarte, „will mit diesem Schritt die Zukunft des Sankt Elisabeth-Krankenhauses mit seinen anerkannt guten medizinischen und pflegerischen Leistungen sichern. Dies geht nach unserer Überzeugung nur im Zusammengehen mit einem starken Partner. Lubinus erfüllt dazu alle notwendigen Voraussetzungen. Wichtig ist uns insbesondere, dass Namen und Standort erhalten bleiben.“
Die bestehenden Arbeitsverhältnisse der Mitarbeiter des Krankenhauses sollen in die Lubinus-Stiftung übergeleitet werden. Dabei bleiben alle Rechte und Pflichten der Mitarbeiter in der vereinbarten Form erhalten.
Durch den Zusammenschluss von Lubinus Clinicum und Sankt Elisabeth Krankenhaus entsteht ein Krankenhaus mit über 300 aufgestellten Betten, 12 Operationssälen und fast 500 Mitarbeitern, die im Jahr mehr als 10.000 Patienten stationär behandeln und ca. 4.000 Ambulante Operationen durchführen. Im Lubinus Clinicum werden darüber hinaus jährlich ca. 30.000 ambulante Behandlungen, vorwiegend in der Notfallambulanz, durchgeführt. Das neue Krankenhaus mit zwei Standorten wird damit in seiner Bedeutung für die Gesundheitsversorgung nicht nur in Kiel und Umland sondern für das ganze Bundesland zunehmen und durch weiteres Wachstum die Arbeitsplätze seiner Mitarbeiter sichern.

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an:


Herr Stephan Schwarte, Geschäftsführer
Tel: 040-72804211
Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mailschwarte@kwa-reinbek.de